Goerzwerk ©Peter Hahn

Goerzwerk

Artikel aus 02|2018


Silvio Schobinger – Pioniergeist reloaded

Es bedarf schon handfester Visionen, sich eines 25.000 Quadratmeter großen historischen Gebäudes anzunehmen, es mit innovativen Ideen und zukunftsweisenden Konzepten zu füllen und sich dazu noch menschliche Ideale zu bewahren. In bester Tradition des Gründers Paul Goerz, der mehr als nur ein Industrieller seiner Zeit war, hat es sich Silvio Schobinger zur Aufgabe gemacht, mit den Mitteln der heutigen Zeit ein ebenso modernes wie ambitioniertes Projekt ins Leben zu rufen. Unter dem Namen „Goerzwerk“ bietet er inzwischen mehr als 110 Unternehmen aus Service, Handel, Handwerk sowie produzierendem Gewerbe Raum und Infrastruktur, um nach eigenen Möglichkeiten zu wachsen. Die Erfolge der Startup Szene haben gezeigt, dass für Viele ein aufgeschlossenes Miteinander zielführender ist, als ein isoliertes Arbeiten im Homeoffice. So können sich hier zum Beispiel Freiberufler oder kleine Teams im „CoWerk“ einmieten, um an vollausgestatteten Arbeitsplätzen eigene Projekte zu verfolgen. Synergien, Netzwerke und Gemeinschaften führen zu Optionen, die aus dem Einzelnen ein Ganzes machen und die einen Motor für weitere Entwicklungen bergen.

Zum Konzept des Goerzwerkes gehört ebenso die Versorgung mit frischen Lebensmitteln, das die Farkas GmbH, die sich auch als Caterer im Premiumbereich anbietet, mit einer Kantine im Haus übernommen hat. Eines der aktuellen Projekte ist der Club Goerzwerk in der 4. Etage. Das Eventloft im Vintage-Chic kann ab November 2018 für Veranstaltungen in Größenordnungen von bis zu 300 Personen angemietet werden.

Was das Projekt „Goerzwerk“ zusätzlich auszeichnet, ist, dass der Unternehmer hinter dem Besitz der Immobilie nicht nur die Rendite sieht, sondern sich ebenso für ein achtungsvolles Miteinander seiner Mieter, der benachbarten Unternehmen und der Umwelt engagiert. Ein besonderes Anliegen ist Silvio Schobinger dabei das „Wildwerk“, das er gemeinsam mit der Stiftung „Wilderness International“ ins Leben gerufen hat. Für ihn ist das Ziel, die Grundfläche, die als Industriestandort über ein Jahrhundert der Natur entzogen wurde, in Form eines „Paybacks“ an die Natur wieder zurückzugeben, heißt: Eine ebenso große Fläche wie die des Goerzwerkes wird im kanadischen Regenwald erworben, per Grundbucheintrag gesichert und so der gewerblichen Nutzung durch Rodungen entzogen. Hier kann sich übrigens jeder dem guten Beispiel anschließen und selbst zur Bewahrung von Natur beitragen. (https://www.goerzwerk.de/wildwerk/)

Für unsere heimische Umwelt ist zu hoffen, dass das gesamte Areal zwischen Goerzallee und Stichkanal von dem Aufwind profitiert und der Standort Lichterfelde sich nicht nur als Gewerbegebiet entwickelt, sondern mit der Anbindung an den Teltowkanal auch innovativen Ideen der Freizeitgestaltung Raum gibt.